Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ich habe Angst vor Schmerzen — wie zuverlässig wirkt die Betäubungsspritze?

Die modernen Betäubungsmittel sind sehr sicher, frei von Nebenwirkungen, und werden optimal auf Sie abgestimmt. Je nach Art des Eingriffs werden unterschiedliche Betäubungen eingesetzt: die Infiltrationsanästhesie, die eine bestimme Stelle im Mund unempfindlich macht, und die Leitungsanästhesie, die einen kompletten Nervenbereich betäubt.

 

Und wenn ich schon Angst vor der Spritze selbst habe?

Die ist völlig unnötig. Mit der lokalen Oberflächenanästhesie wird vorab das Gewebe unempfindlich gemacht. Dafür giben wir eine Flüssigkeit auf die Mundschleimhaut, die sich danach taub anfühlt. Dann setzen wir völlig schmerzfrei die Injektion, oft auf zwei Einstiche verteilt.

 

Ist es normal, dass mit zunehmendem Alter manche Zähne wackelig werden?

Nein. Ein wackeliger Zahn ist immer ein Alarmsignal: Dahinter steckt ein Abbau des Zahnhalteapparates, verursacht durch eine Parodontitis, also eine bakterielle Entzündung. Die moderne Zahnmedizin verfügt über erfolgreiche Methoden, die Entzündung und damit den Zahnverlust zu stoppen.

Was ist los, wenn Zähne immer länger werden?

Die Zähne scheinen nur immer länger zu werden — tatsächlich zieht sich das Zahnfleisch immer weiter zurück, irgendwann wird der Zahn locker. Ursache ist auch hier eine Parodontitis, also die bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates. Eine fachgerechte Therapie kann Sie vor dem Zahnverlust retten.

 

Ein bisschen Zahnfleischbluten — ist das nicht normal?

Nein, selbst geringes Bluten, etwa beim Zähneputzen, sollte Anlass für einen Zahnarzttermin sein. Denn es heißt, dass das Zahnfleisch nicht mehr gesund ist. Eine frühe fachgerechte Therapie kann die beginnende Entzündung zuverlässig stoppen und verhindert somit eine Entzündung des Zahnhalteapparates, der Parodontitis.

 

Zahnseide, Interdentalbürstchen: Muss das tatsächlich sein?

Ja, denn nur mit der Zahnseide bzw. einem speziellen Bürstchen kommen Sie in die kritischen Zahnzwischenräume, die Sie mit der Bürste nicht erreichen. Diese Zonen machen immerhin etwa 40 Prozent der Zahnoberflächen aus. Es gibt Zahnseide in verschiedenen Ausführungen. Ein Produkt mit einem etwas raueren Reinigungsteil und steiferen Enden erleichtert das Reinigen.

Interdentalbürstchen sind speziell für größere Zahnzwischenräume bestimmt. Sie werden ebenfalls in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Unsere Prophylaxefachkräfte beraten Sie darüber, was für Ihre persönliche Mundhygiene geeignet und wichtig ist.

 

Sind Amalgamfüllungen wirklich schlecht für die Gesundheit?

In verschiedenen Studien konnte kein wissenschaftlicher Nachweis für ein generelles Risiko durch Amalgam nachgewiesen werden. Trotzdem mag es in Einzelfällen damit Probleme geben. Diese Füllungen werden heute vielfach durch modernes Material wie Kunststoff oder Keramik ersetzt. In unserer Praxis werden keine Amalgamfüllungen gemacht.

 

Man hört soviel von Veneers. Was genau ist das?

Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, mit denen an den Frontzähnen abgebrochene Ecken, Fehlstellungen, Lücken und Verfärbungen problemlos korrigiert werden können. Dafür wird eine Schicht von 0,5 bis 0,7 Millimetern vom Zahn abgeschliffen. Die Veneers werden passgenau und perfekt modelliert aufgeklebt.

 

Müssen Weisheitszähne immer gezogen werden?

Immer dann, wenn sie Probleme machen, was meist der Fall ist. Weisheitszähne brechen zwischen dem 16. und 20. Lebensjahr im Ober- und im Unterkiefer durch und haben aber bei vielen Menschen nicht genügend Platz, um sich korrekt in die Zahnreihe einstellen zu können. Dann kommt es zu etlichen Formen der Durchbruchstörung oder zur Verlagerung der Weisheitszähne. Mögliche Folgen: Entzündungen bis zur Bildung von Abszessen, Bildung von Zysten, Schädigung der Nachbarzähne, Verschiebung der Zahnreihe.

Woher kommt das Zähneknirschen?

Für nächtliches Zähneknirschen gibt es viele Ursachen. Seelische Belastung, Stress und Zahnfehlkontakte stehen dabei an erster Stelle. Beim Knirschen werden die Zähne aufeinander gepresst oder aneinander gerieben. Folgen: Ihre Zähne werden abgerieben, Kaumuskulatur, Kiefergelenk und Zahnstellung können sich verändern, die Kaumuskulatur verkrampft sich noch schlimmer. Knirscher sollten immer zum Zahnarzt gehen. Denn auch Zahnfehlstellungen oder schlecht sitzender Zahnersatz können schuld sein. Je nach Diagnose können wir Ihr Kausystem mit einer maßgefertigten Aufbiss- oder Knirscherschiene in die richtige Position bringen. Bei seelischen Problemen ist eventuell eine genaue psychosomatische Ursachenforschung nötig.

Kann der Erfolg einer Zahnimplantation garantiert werden?

Nein, das können selbst die erfahrensten Implantologen nicht, weil der Lebensstil des Patienten, seine individuelle Gesundheitssituation und die akribische Mundhygiene immer eine Rolle spielen. Doch diverse Studien belegen, dass nach zehn Jahren noch 95 bis 98 Prozent der Implantate problemfrei sind. Dies stellt mit Abstand die beste Prognose für Zahnersatz dar.